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Biografie

Lebenslauf

Ich bin am 3. Mai 1955 in Alzey geboren und lebe an der rheinhessisch-pfälzischen Grenze in Mauchenheim (Selztal). Ich bin verheiratet und habe vier Kinder. Nach dem Abitur am Alzeyer Elisabeth-Langgässer-Gymnasium (damals noch „Jungengymnasium“) im Jahr 1973 habe ich an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz bis 1980 Germanistik,  Philosophie und Ethnologie studiert. Abgeschlossen zum M.A. habe ich mit einer Arbeit zu Franz Kafka. Von 1983-89 habe ich als Musiklehrer und Musiktherapeut in Alzey gearbeitet, u.a. an der Sonderschule G und an der Rheinhessen-Fachklinik (Psychiatrie). Ab 1985 war ich Lokal-redakteur in Alzey (Rundschau/ Wochenblatt), ab 1988 in Worms (Wochenblatt). Daneben war ich früh im Kulturmanagement  tätig (Planung und Durchführung von Konzerten, Ausstellungen, wissen-schaftlichen Symposien, Buchreihen und Festivals, wissenschaftliche Beratung im Festspiel- und Museumsbereich) und als freier Mitarbeiter bei SWR-2 (seit 1999).  Seit 2004 bin ich Kulturkoordinator der Stadt Worms.

Autor und Liedermacher

Meinen ersten Auftritt als Liedermacher hatte ich 1971 mit sechzehn Jahren in der Alzeyer „Tube“, aus der das „Oberhaus“ hervorgegangen ist. Damals habe ich auch schon Lyrik geschrieben, mit großem Interesse an Expressionismus, Haikus, Dada und konkreter Poesie.  Zu einer ersten Veröffentlichung kam es in der Zeitschrift „Akzente“ im Rahmen des Darmstädter Leonce-und-Lena-Preises(1975). Danach habe ich mit Freunden viel Irish Folk gespielt und bin u.a.im Alzeyer Haus der Jugend aufge-treten. Nachdem die Iren mich immer wieder fragtem ob wir in meiner Heimat keine eigene Musik hätten, habe ich Mitte der 70er Jahre begonnen, Texte in rheinhessischer Mundart zu schreiben und Folksmusik zu machen, zuerst mit der Gruppe „Schnoogefänger“ (auch Folkstänze und Folsklieder aus Rheinhessen). Später folgten Soloprogramme: Crossover di brick (1995/96), E Gefiehl fer Rhoihesse (1997-99), Wo leid’n eischendlisch Rhoihesse (ab 2000),aber auch gemeinsame Programme mit Michael Bauer (Mischmasch/1997, Die Himmelspalz/2005), Hans-Peter Schwöbel (Ä Lond voller Blues, 2002), Peter Damm (Saxophon) und Michael Letzel (Akkordeon) unter dem Titel „C’est la Vieh“(ab 2001) und „Iwwer de Zaun“ (2004/05) sowie Jazz und Mundart mit Jutta Glaser (Gesang/ab 1996) und seit 1998 unter dem Namen „fromaasch“ auch mit Erwin Ditzner (Schlagzeug) und Bernhard Sperrfechter (Gitarre). Politisch-literarische Programme wie „Die Achtundvierziger oder Johann Balthasar Schmitts endliche Reise zu den vorgelagerten Inseln der Freiheit“ (Premiere am 6.3. 1998 im Frankfurter Hof /Mainz mit Peter Damm und Michael Letzel) und „Die Barrikadenfee – Politische Rheinmärchen“(Premiere am 10.5.2002 im Haus am Westbahnhof/Landau mit Peter Damm) folgten.Daneben gab es immer wieder Sonderkonzerte mit politischen Liedern und Rezitationen/Lesungen, bei denen ich mich darum bemüht habe, dass vergessene oder wenig beachtete Autoren der Region wie Laukhardt, Glaser, Holzamer, Kirn und Bender wieder bekannter wurden. 1993 hatte mein Theaterstück „Jakobinischer Bilderbogen“ in den Mainzer Kammerspielen Premiere.

CD/MC

CD/MC: 1995, MC, Isch hunn die Hiwwel so gern, mit der Gruppe „Schnoogefänger“ (Reinhold Gallé, Andreas Stavenhagen und Dietmar Thierbach)

CD 1997, De Wind hott kaan Haß, ARE Musikverlag Mainz

MC 1998,(Livemitschnitt), Die Achtundvierziger oder Johann BalthasarSchmitts endliche Reise zu den vorgelagerten Inseln der Freiheit, gemeinsam mit Peter Damm (Saxophon) und Michael Letzel (Akkordeon), ARE-Musikverlag, Mainz

CD 1999, (Livemitschnitt)Fromaasch on voyage (Volker Gallé, Jutta Glaser, Bernhard Sperrfechter, Erwin Ditzner), ARE-Musikverlag, Mainz

CD 2001, Sprachétrangerie, ARE Musikverlag Mainz, gemeinsam mit Peter Damm (Saxophon), Reinhold Gallé (Gitarre), Lui Ludwig (Schlagzeug) und Christopher Eichler (Querflöte)

Hörbuch 2002, Nibelungenblues (Nachbearbeiteter Live-Mitschnitte einer Matinee vom Wormser Jazzfestival am 24.7.2001), Are-Musikverlag,Mainz, gemeinsam mit Michael Riessler (Saxophon)

Zahlreiche Hörfunk- und Fernsehauftritte bei SWR und HR

Bücher

1978, Geistererscheinungen im Kreis Alzey-Worms, Mainz, Selbstverlag

1979,Bewegungen – 50 Gedichte,Mainz, Atzelverlag

1980, Kindergedichte, Mainz, Atzelverlag (2 Auflagen)

1992, Kunstreiseführer Rheinhessen, DuMont-Verlag, Köln

1994, Worms wie es früher war (1900-1933), Bildband, Wartberg-Verlag,

Gudensberg-Gleichen

1995, Geheimnisvolles Rheinland-Pfalz, Hitzeroth-Verlag, Marburg

1995, Stadtbilder aus Alzey, Fotos: Werner Unfug, Bildband, Stadtbild-Verlag, Leipzig

1996, Worms – die fünziger Jahre, Bildband, Wartbeg-Verlag

1997, Der Wonnegau, Fotos: Heinz Angermüller, Bildband, Wartberg-Verlag

1998, Alzey – Fotografische Geschichte einer rheinhessischen Kleinstadt, Bildband, mit Christine und Manfred Hinkel sowie Gisela und Wulf KLeinknecht, Sutton-Verlag, Erfurt

1999, Oberrheinische Freiheitsbäume, Politisch-kultureller Reiseführer, mit H.G.Haasis, Philo-Verlag, Bodenheim

2000, Das war das 20. Jahrhundert in Worms, Bildband, mit Gernot Lahr, Detlev Neumann, Ulrike Schäfer, Joachim Schiff und Arnold Strack, Wartberg-Verlag

2001, C’est la Vieh -Barbarische Glossolalien aus Französisch-Mayenaisien, Zeichnungen: Ehrhard Hütz, Verlag Stefan Kehl, Hamm

2002, Kunstreiseführer Rheinhessen, 3.Auflage, Fotos: Klaus Baranenko, Verlag Stefan Kehl, Hamm

2003 Es Babbelbuch (Herausgeber), Texte der rheinhessischen Mundartwettbewerbe von 1999, 2001 und 2003, Leinpfad Verlag,Ingelheim

2005 Siegfried – Schmied und Drachentöter (Herausgeber/Autor), Worms-Verlag, Worms

2005 Gallés rheinhessische Hauspostille, Leinpfad Verlag, Ingelheim

2007, Alzeyer Köpfe, Fotoband, Erfurt, Sutton-Verlag

2007, rhein.hessen.blues, poetische texte,  Leinpfad Verlag Ingelheim

2008, Wo man hinschaut ist Rheinhessen, IG Urlaub beim Rheinhessenwinzer (Mitautor)

2010, Kunstreiseführer Rheinhessen, vierte Auflage, Leinpfad Verlag Ingelheim

2010, Es zwodde Babbelbuch (Herausgeber), Texte der rheinhessischen Mudnartwettbewerbe 2005, 2007 und 2009, Leinpfad Verlag Ingelheim

2010, flügelschlag des raben, gedichte, Geest-Verlag

2012, Fritz von Dalberg: Vom Erfinden und Bilden, mit Michael Embach, Worms

2015, Rheinhessen – Himmel und Erde, mit Robert Dieth und Iris Schröder, Mainz

Ehrenämter und Politik

Stellvertretender Vorsitzender des Förderverein Projekt Osthofen (Gedenkstätte im ehem. KZ 1933/34) seit 2001 (Vorstandsmitglied seit 1989), Themen u.a. Kunst und Kultur in Gedenkstätten, Heimatbewegung und NS-Kulturpolitik im Südwesten und am Oberrhein

Vorsitzender der Nibelungenliedgesellschaft Worms (Hrsg. mehrerer Dokumentationenwissenschaftlicher Symposien in Worms seit 1998)

Juryvorsitzender des rheinhessischen Mundartwettbewerbs ( seit 1995)

Koordination von Rheinhessen-Kultur bei Rheinhessen-Marketing sowie im gleichnamigen kommunalen Arbeitskreis (www.rheinhessen.de/seit 2005)/Vorbreitung des Jubiläums „200 Jahre Rheinhessen 2016“

Redaktionsleitung der Heimatjahrbücher Alzey-Worms(seit 2003) und Worms (2005 bis 2012)

Bereits während der Schulzeit in Alzey war ich engagiert in Schüler- und Lehrlingsgruppen sowie bei den Jungdemokraten und während des Studiums in der Mainzer Spontiszene und im Rahmen von Bürgerinitiativen (Anti-AKW, Stromzahlungsboykott, Friedensbewegung, Gegen Tieffluglärm, Gegen Startbahn West) aktiv. Ich wohnte hauptsächlich in ländlichen Wohngemeinschaften kreuz und quer in Rheinhessen. 1979 wurde ich Mitglied der Grünen (Europawahl) und war damit auch Gründungsmitglied der Grünen Rheinland-Pfalz sowie der Kreisverbände Mainz-Bingen (mit Stadt Mainz) undAlzey-Worms (mit Stadt Worms): 1983 Gründungsmitglied des Ortsverbandes Alzey, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Alzeyer Stadtrat 1984-89, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag Alzey-Worms 1989-1994. 1988/89 war ich einer der drei Sprecher der GrünenRheinland-Pfalz (Themen: Erster Kulturkongress der Grünen in Landau mit Antje Vollmer und Walter Mossmann, LMV’s undBroschüren zur Eigenständigen Regionalentwicklung und Europa). Auch über diese Zeit habe ich Texte geschrieben, u.a. in dem 2000 erschienenen Band „Politische Kultur in Rheinland-Pfalz“ den Aufsatz „Neue soziale Bewegungen in Rheinland-Pfalz“. Nach der Geburt von Drillingen im Jahre 1992 habe ich begonnen, mich aus der Politik zurückzuziehen.

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