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Juli 15th, 2009

wenn einer stirbt

bleibt ein teil der welt unbesehen

bis ein andrer

die spur aufnimmt

und neue blicke ins geborene laub wirft

die schwalben tragen die welt

nach innen

mit ihrer flügelschrift

lebendig ist

die welt immer nur in sich selbst

und die toten warten

überm regenbogen auf den wind

der sie dem schwalbenflug entgegenbläst

öffnen ihre arme

dem verschwinden

weit

fezweifeld

März 15th, 2009

die walze vun de DRUCKmaschine iwwerrollen misch.

die rolle vun de TeeWeeInduschdrie filmen misch unn wiggeln misch ei.

derres gelachs aus em Schallarchief vereinsamd misch midde uff de pausebiehn.

isch hannel mid unbekannde illusione, die ins herzfleisch schneide duhn, awwer iwwer de umwesch dorsch de kobb.

de bedarf werd erschd feschdgeschdelld, wann de Out-Door dod is,

de Au-Tooor!, de Aut-Ohr!, de Out-OoorHääär!, de A-uterrorError!, de Auto-Rrrrr!

feballhornd unn fehohnepiepeld, felumbd unn fesumpfd,

korz iwwer unn iwwer fezweifeld.

die wilden schwäne

März 7th, 2009

die wilden schwäne haben uns verlassen.

im rinnstein der boulevards

kauern wir

schon wieder atemlos.

gott geht durch einen sommergarten

und spielt bitter lachend

mit dem helleren sonnenschirm am abend.

wir haben die neuere kraft

verloren

und können

ihm nicht einmal mehr eine bescheidene bühne geben

in gelegentlichen verstecken

von dämmerungen.

unterm sich vermehrenden schweigen

wachsen tatenlos

eigen- und wahnsinn.

ohne flügel

sind wir in uns gefangen.

luftbrücken brechen aus dem nichts,

innen von draußen.

es geht nun mal ums ganze,

sagt einer plötzlich

zu seinem nachbarn

und zuckt mit den hängenden schultern.

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