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das leise lachen der provinz

auf der dampflok reiten die stadtgötter durchs gras,

mal lärmend, mal blasiert, mal hohlwangig, mal leichter als feenstaub,

aber immer im zentrum des geschehens.

zwerge, ameisen, hasen, finken und gauchos treten zur seite,

machen platz, wollen nicht überrollt werden,

wissen um die stählerne macht

aus den künstlichen vulkanen der drachenwelt.

ihre kraft ist leise, prägt sich nicht ein, verschwindet

in den dämmerungen,

schleift am hügelrand entlang, lässt andere teilhaben,

nie alle, immer andere,

begeistert sich plötzlich an einem geräusch,

nimmt kaum gestalt an,

fließt.

nach erstem, dann wiederholtem erstaunen lacht die provinz unhörbar

und verfolgt die feuerdrachen mit den augen.

deren ins gras eingebrannte

spuren der schwärze

überwachsen mit der zeit vom rand her.

die wirkliche wildnis liegt im zentrum, rast durch das gras

in die hohen berge

und ans ufer der weiten meere,

sich zu spiegeln

im rausch.

die zivilisation steht schweigend am rand und schaut zu.

hinter ihr schlafen die riesen, seit sie beschlossen haben,

die erde nur noch beim niesen zu erschüttern.

selbst das warten haben sie an die bäume delegiert

und hüten die zeit

unwissend.

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